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Jugend-Kloster Kirchhellen
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Das Konzept –
1.
Jugend – Kloster
• wir schreiben „
Jugend “ und „ Kloster “ groß
• wir laden
Jugendliche in Klosterkirche, Jugendhaus oder Kloster ein
und suchen sie auf
• wir, Redemptoristen,
MitarbeiterInnen und Gäste, leben, beten und arbeiten in
Gemeinschaft
• wir leben aus der
Frohen Botschaft der Erlösung und vermitteln sie gemäß der
Tradition des Redemptoristenordens dort, wo wir es für
besonders notwendig halten
Der Begriff „ Jugend-Kloster “ bringt zum
Ausdruck, dass Jugendpastoral und Klosterleben jeweils
eigenständig sind und zugleich eng miteinander verbunden.
Nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unser Lebensstil und
unser Gebetsleben sollen uns als Gemeinschaft und dadurch auch
den christlichen Glauben für junge Menschen erfahrbar machen.
Die Jugendpastoral gehört zu den Prioritäten unserer Region
der Redemptoristen, weil wir hier einen besonders großen
Bedarf sehen.
Wir Redemptoristen am Jugend-Kloster in
Bottrop – Kirchhellen laden junge Menschen in das Kloster, in
die Klosterkirche und das Jugendhaus ein und ebenso suchen wir
sie auf, bevorzugt in umliegenden, weiterführenden Schulen und
in einem sozialen Brennpunkt. So setzen wir uns gemäß der
Tradition des Ordens dort für Jugendliche in Kirche und
Gesellschaft ein, wo es uns zur Zeit besonders notwendig
erscheint.
Als Kirche und Orden will das
Jugend-Kloster Kirchhellen Jugendlichen ein Zuhause geben.
Junge Menschen, vorrangig aus der Region, sollen an dieser
„Raststätte“ auftanken können, ohne sich dauerhaft binden zu
müssen.
Das Jugend-Kloster ist eine Heimat für
uns als Ordensgemeinschaft und ein Ort der Gastfreundschaft.
Ein Lieder- oder Märchenabend, eine Führung durch das
Jugend-Kloster oder der Besuch unserer Homepage soll für viele
einen ersten Blick hinter die „Klostermauer“ ermöglichen.
Wir laden zur Mitfeier der Liturgie in
die Klosterkirche ein und bieten spirituelle Begleitung in
Form von Beichte und Gespräch. Angestrebt wird ein
regelmäßiger Oasentag für Jugendliche, eine Zeit der Ruhe,
Besinnung und Begegnung mitten im Alltag. Die Klosterkirche
ist grundsätzlich offen für alle Altersgruppen.
-nach oben-
2. Konzept
für die Jugendpastoral der Kölner Provinz der Redemptoristen
Wir verstehen Jugendpastoral als
Oberbegriff allen Handelns von Kirche durch, mit und für junge
Menschen.
Dabei benutzen wir verallgemeinernd den
Begriff ‚Jugend', obwohl es ‚die' Jugend nicht gibt. Die
Grenzen zum Kindes- und Erwachsenenalter sind fließend. Die
Lebenswelten und die damit verbundenen Verhaltensmuster der
Jugendlichen unterscheiden sich immer mehr und verändern sich
immer schneller. Folglich kann kirchliche Jugendarbeit keine
homogene Arbeit mehr sein, da sie sonst nur noch einen sehr
begrenzten Teil der Jugend ansprechen würde.
Konzepte sind einer ständigen Veränderung
unterworfen bzw. müssen Raum geben, um auf die sich
verändernde Wirklichkeit junger Menschen reagieren zu können.
Dieses Konzept will daher nur Rahmenbedingungen festlegen. Die
konzeptionelle Weiterentwicklung muss ein permanentes Anliegen
der in diesem Bereich tätigen Mitbrüder und MitarbeiterInnen
bleiben.
Gemäß der Würzburger Synode verstehen wir
kirchliche Jugendarbeit als einen selbstlosen Dienst der
Kirche bzw. des Ordens an der Jugend und einen Dienst an der
Jugend der Kirche. Jugendliche sind sowohl Adressaten als auch
Träger des kirchlichen Dienstes.
Ziele von Jugendarbeit allgemein sind die
Eigenständigkeit und Beziehungsfähigkeit junger Menschen und
deren Befähigung, Verantwortung für sich selbst, die
Mitmenschen und die Umwelt zu erkennen und zu übernehmen. Im
konkreten wie im übertragenen Sinn bieten wir jungen Menschen
Räume an, Räume für Begegnung, Entfaltung und Gestaltung.
Jugendarbeit geschieht in erster Linie um
der Jugendlichen willen. Für uns hat kirchliche Jugendarbeit
grundsätzlich eine pastorale Ausrichtung. Der Begriff
‚Jugendpastoral' beinhaltet daher sämtliche Ausdrucksformen
der Jugendarbeit unserer Provinz.
Kirchliche Jugendarbeit im Besonderen
hilft jungen Menschen, sich in einer Weise selbst zu
verwirklichen, die an Jesus Christus Maß nimmt....“
-nach oben-
(Provinzkapitel April 2001)
3.
Jugendpastoral am Jugend-Kloster Kirchhellen und in der Region
Das Jugend-Kloster mit seinem Jugendhaus
versteht sich als Ort der Begegnung, wo junge Menschen
untereinander und in Begleitung Austausch pflegen, feiern,
beten und ihre Formen der Spiritualität entwickeln. Hier
lernen junge Menschen voneinander, von denen, die sie
begleiten und von der befreienden Botschaft des christlichen
Glaubens.
Neben den offenen Angeboten sind zur Zeit
70 Kinder und Jugendliche in Gruppen organisiert und werden
von 12 GruppenleiterInnen betreut. Dazu stehen ihnen eigene
Räumlichkeiten zur Verfügung.
Die Gäste des Jugend-Kloster 's erleben
Orientierungshilfe, Gemeinschaft und religiöse Erfahrungen.
Für die Kurse im Selbstverpflegerhaus des Jugendhauses stehen
mindestens 30 Übernachtungsmöglichkeiten in 6 Zimmern sowie 2
Leiterzimmer zur Verfügung.
Zu den regelmäßigen Kursen / Angeboten
gehören u.a.:
• Adventskurs
• Frühlingskurs
• Kar- und Ostertage im
Jugend-Kloster
• Ora et labora
• Musikwochenende
• großes Begegnungsfest
• Ferienlager
• Jugendfahrt.
Verstärkt soll ein Netz von haupt- und
ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des
Jugend-Kloster 's entstehen, die auf vielfältige Weise bei der
Schüler-, Sozial- und Berufungspastoral, in der Liturgie und
im Kloster, bei Veranstaltungen und Kursen mit uns
Redemptoristen zusammenarbeiten. Diesen bieten wir die
Möglichkeit zur Begleitung und Weiterbildung. Im liturgischen
Bereich wirken bereits mit: 30 MinistrantInnen und ihre
GruppenleiterInnen, die LektorInnen und KommunionhelferInnen,
die Vorbereitungsgruppen für Kindergottesdienste, der
Sakristan, die Organistin und ein kleines Orchester.
Das Jugend-Kloster will außerdem Raum
geben, damit junge Menschen eigenverantwortlich tätig werden
können. Wünschenswert ist ebenfalls eine Zusammenarbeit mit
den Verantwortlichen für die Jugendpastoral in den Pfarreien
der Region. Die Jugendpastoral des Klosters versteht sich als
Ergänzung der Gemeindepastoral. Die „Liturgische Nacht der
Versöhnung“ und der „Jugendkreuzweg“ sind Beispiele für
Aktivitäten in Kooperation mit der Pfarreiengemeinschaft.
Seit Dezember 2004 besteht eine enge
Kooperation mit dem Jugendförderverein Philipp Neri e.V., der
maßgeblich von der Kolpingsfamilie Kirchhellen, dem
Jugend-Kloster, der Pfarrei und der Bezirksvertretung getragen
wird.
-nach oben-
4.
Schülerpastoral
Die meisten Jugendlichen verbringen den
größten Teil ihres Alltags in der Schule. Immer weniger fühlen
sich dauerhaft in einer Pfarrgemeinde beheimatet. Über die
Sakramentenpastoral hinaus sind die Pfarreien kaum in der Lage
spezifische pastorale Angebote für Jugendliche zu unterbreiten
oder in der Schule präsent zu sein. Viele Schüler stehen dem
Glauben und der Kirche distanziert gegenüber und haben keine
religiöse Sozialisation mehr erfahren.
Die Schülerpastoral des Jugend-Kloster 's
versteht sich als überpfarrliches Angebot an der Schnittstelle
von Schule und Kirche. Das Schaffen von religiösen
Erfahrungsräumen hat für uns Vorrang vor der
Wissensvermittlung.
Die Schülerpastoral wird in folgenden
Formen angeboten:
• Tage religiöser Orientierung
• Vorbereitung und Gestaltung von
Schülergottesdiensten
• Projekttage in der Schule oder im
Jugend-Kloster Kirchhellen
• Kurse und Veranstaltungen
• Gespräch, geistliche Begleitung
und Feier der Versöhnung.
Die Schülerpastoral will den christlichen
Glauben beispielsweise durch meditative Elemente, Musik,
Bibliodrama und Liturgie erlebbar machen. Unsere Angebote
basieren auf der freiwilligen Teilnahme der Schüler.
In der Schülerpastoral arbeiten Pater
Andreas Krahnen, Pater Jürgen Ziemann und Hr. Daniel Heinen,
sowie ein Kreis von haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Wir kooperieren mit der Schulseelsorge am
Collegium Josephinum Bonn.
-nach oben-
5.
Berufungspastoral
Das Entdecken der persönlichen Berufung
als Mensch und darüber hinaus als Christ ist das Ziel der
Berufungspastoral. Sie versteht sich als Wegbegleitung, die
der je eigenen Persönlichkeitsentwicklung dient. Das Suchen
des eigenen Weges angesichts der Vielzahl der Möglichkeiten
ist ein Kennzeichen der Jugendphase.
Um Jugendliche bei diesem Suchprozess zu
unterstützen, wollen wir als Jugend-Kloster unterschiedliche
Formen der Begleitung anbieten.
Das Jugend-Kloster bietet jungen
Erwachsenen Raum zur Selbstfindung und ermöglicht eine
kompetente Begleitung. Bei der Berufungspastoral wird eine
Zusammenarbeit mit Bistümern und anderen Ordensgemeinschaften
angestrebt.
Wir möchten jungen Menschen die
Möglichkeit bieten, als Gäste mit uns Leben, Gebet und Arbeit
zu teilen. Als eine verbindlichere Form des Aufenthaltes sehen
wir „Kloster auf Zeit“. Es umfasst einen ganzjährigen
Aufenthalt für junge Frauen und Männer ebenso wie kürzere
Formen des Mitlebens.
Das Angebot „Kloster auf Zeit“ bedeutet:
• Gebet, Arbeit und Freizeit
miteinander teilen;
• eine klösterliche Lebensform
kennen lernen;
• religiöse Erfahrungen sammeln;
• persönliche Begleitung erfahren;
• die persönliche Berufung als
Christ im Alltag erkennen;
• Verantwortung in Kirche und
Gesellschaft wahrnehmen.
Für das Jugend-Kloster erhoffen wir uns
als Redemptoristen von den jungen Erwachsenen eine
Bereicherung für unser Leben, unser Gebet und unsere Arbeit.
Zugleich
wollen wir eine Pastoral von jungen
Menschen für junge Menschen ermöglichen.
Wer bei uns bis zu einem Jahr mitleben
möchte, kann dies tun als
• Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ),
• Zivildienst,
• Praktikum (drei Monate bis zu
einem Jahr)
• oder als Gast.
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6.
Sozialpastoral
Bei dieser Form der Jugendpastoral steht
der diakonische Charakter von Pastoral als Dienst der Kirche
an der Jugend im Vordergrund. Streetwork ist eine
niedrigschwellige Form der Kontaktaufnahme durch das Aufsuchen
junger Menschen an ihren überwiegend informellen Treffpunkten,
d.h. Straßenecken, Torbögen, Einkaufspassagen, Spielplätzen,
Schulhöfen etc.
Bevorzugte Zielgruppe sind sozial
benachteiligte, ausgegrenzte oder von Ausgrenzung bedrohte
Jugendliche in dem sozialen Brennpunkt Wulfen-Barkenberg. Im
Wirkungsbereich der Streetwork sind fast ¾ der Bevölkerung
ausländischer Herkunft.
Zu den Angeboten der Streetwork gehören:
das Dasein im persönlichen alltäglichen Kontakt, Beratung und
Krisenintervention, Vermittlung zu vorhandenen Jugendtreffs,
Freizeitaktivitäten, Freizeitfahrten, Hilfestellung und
Vermittlung zu anderen Hilfeangeboten, Gemeinwesenarbeit,
Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden sowie
Öffentlichkeitsarbeit zur Verbesserung von Information und zur
Vermeidung von Stigmatisierung.
Die Streetwork versteht sich als
selbstloser Dienst an benachteiligten jungen Menschen. Sie
setzt bei der Nähe zu den Jugendlichen an und ist ein örtlich
begrenztes kontinuierliches Kontaktangebot. Darüber hinaus
will Streetwork innerhalb von Kirche und Gesellschaft für die
Lebenswelt benachteiligter junger Menschen sensibilisieren und
Anwalt für die Belange derer sein, die eine unzureichende
Lobby haben.
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